FC Schalke 04: Nach Pöbel-Post von Max Meyer – warum die scharfe Kritik an Christian Heidel so scheinheilig ist

Gelsenkirchen. Die böse Kritik von Max Meyer an Christian Heidel hatte bei Fans des FC Schalke 04 erneut hitzige Diskussionen ausgelöst.

Kaum schien das Thema Heidel beim FC Schalke 04 nach dem Rücktritt des Managers endgültig erledigt, da ließ der frühere S04-Profi Meyer es mit seinem unnötigen Instagram-Post noch mal aufleben.

FC Schalke 04: Vorwürfe an Heidel oft scheinheilig

Erstaunlich viele Fußballfans schlugen sich dabei auf Meyers Seite und schossen ebenfalls gegen Heidel. Ihr Vorwurf: Der Manager habe auf Schalke komplett versagt. Die von Heidel verpflichteten Spieler wären fatale Fehleinkäufe.

Diese Vorwürfe mögen inhaltlich nicht ganz falsch sein. Schließlich hat Heidel es tatsächlich nicht geschafft, auf Schalke eine nachhaltig erfolgreiche Mannschaft aufzubauen.

Aber in ihrer Schärfe sind die Vorwürfe absolut scheinheilig. Denn diese Vorwürfe kommen zum Großteil von den gleichen Fans, die Heidel vor einem Jahr für die gleichen Transfers noch gefeiert hatten.

Um diese Transfers geht es:

Mark Uth: War in der Vorsaison an 22 Hoffenheimer Treffern beteiligt (14 Tore, 8 Vorlagen) und erspielte sich somit einen Platz in der Nationalelf. Dass Heidel den Stürmer ablösefrei verpflichtete, wurde dem Manager als genialer Schachzug ausgelegt.

Salif Sané: Kam im Juli 2018 von Hannover 96. Dort hatte er sich zum Top-Innenverteidiger entwickelt. Die Ablöse von 7 Millionen Euro galt als Schnäppchen für den viel umworbenen Abwehrspieler.

Omar Mascarell: Wurde bei Real Madrid ausgebildet und zeigte in den beiden Jahren zuvor starke Leistungen bei Eintracht Frankfurt. Als Heidel ihn im Sommer 2018 für 10 Millionen Euro verpflichtete, sahen viele Schalker Fans in ihm einen potenziellen Nachfolger für die abgewanderten Max Meyer und Leon Goretzka.

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Suat Serdar: Spielte in der Vorsaison in Mainz stark auf. Der deutsche U21-Nationalspieler galt als Riesentalent und wurde von vielen Clubs umworben. Heidel konnte ihn von einem Wechsel zu Schalke überzeugen, so dass S04 die Ausstiegsklausel von 11 Millionen Euro zog.

Amine Harit: Kam im Sommer 2017 für 8 Millionen aus Nantes. Hatte großen Anteil an der Vizemeisterschaft und wurde zum Rookie der Saison gewählt. Heidel wurde erst für die Verpflichtung des Marokkaners gefeiert. Nachdem Harit in seiner zweiten Saison wegen verschiedener Disziplinlosigkeiten die Erfolgsspur verlassen hatte, soll er plötzlich ein Fehleinkauf des Managers sein.

Breel Embolo: Wechselte im Sommer 2016 für knapp 30 Millionen Euro zu Schalke. Galt damals als riesiges Sturmtalent. Dass er sich für S04 entschied, wurde Heidel als großer Coup ausgelegt. Langwierige Verletzungen sorgten dafür, dass der Schweizer in fast drei Jahren erst 39 Ligaspiele für Schalke machte (9 Tore). Verletzungspech ist bei Spielerverpflichtungen nun mal schwierig kalkulierbar.