Der Zug ist für Lugano abgefahren – Zeit für Neuanfang

In der zweiten Overtime kam für den HC Lugano der K.o. gegen Zug. Für die Tessiner ist es Zeit für einen Neuanfang, schreibt BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

Vorjahres-Finalist Lugano hat sich im Viertelfinal mit 0:4 aus den Playoffs verabschiedet. Das war den Tessinern erst einmal (2010 gegen Bern) passiert. Es passt zur enttäuschenden Saison, welche das Team von Greg Ireland abgeliefert hat.

Damit haben die Tessiner die vorerst letzte Chance verpasst, das Talent von Tor­maschine Grégory Hofmann, der zum EV Zug wechselt, und Goalie Elvis Merzlikins, der sein Glück in Nordame­rika suchen will, in einen Titel umzumünzen.

Dieser Zug ist nun abgefahren. Lugano wird ab nächster Saison eine Mannschaft mit weit weniger Strahlkraft haben, auch wenn Reto Suri und Dominic Lammer, die vom EVZ kommen werden, ihrem künftigen Klub schmerzhaft zeigten, dass sie einiges drauf haben.

Es war gut, dass Lugano der Versuchung eines erneuten Trainerwechsels während der Saison diesmal ebenso wie einer trotzigen Vertragsverlängerung mit Ireland widerstehen konnte.

Doch jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang. Da der Vertrag von Ireland ausläuft, kann man sich für einmal die Abfindung für den Trainerwechsel sparen.

Die Bianconeri brauchen nun einen Mann mit einer klaren Idee an der Bande, der die Spieler weiterbringt und den Klub mit positiven Impulsen beseelt.