Dow Jones steigt kräftig: Anleger hoffen auf Ende von Zoll- und Mauerstreit

Börsen New York: Dow Jones steigt kräftig: Anleger hoffen auf Ende von Zoll- und Mauerstreit

Die Wall Street hat am Mittwoch ihre Vortagesgewinne etwas ausgebaut. Dabei trieb die Hoffnung auf ein Ende des Zoll- und Mauerstreits in den USA die Kurse.

Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda verwies auf ermutigende Signale im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit. Bereits am Dienstag hatten die Anleger erfreut aufgenommen, dass US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung des Anfang März auslaufenden „Waffenstillstands „ im Zollkonflikt mit China erwägt.

 

Zudem steht Trump im Streit um die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko nach US-Medienberichten vor dem Einlenken. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Präsidenten, dieser wolle einen Kompromissvorschlag annehmen, den ein parteiübergreifend zusammengesetztes Verhandlungsteam am Montag erreicht hatte. Demnach würde Trump für den Bau von Grenzbefestigungen mit 1,375 Milliarden US-Dollar deutlich weniger Geld bekommen, als die von ihm geforderten 5,7 Milliarden Dollar.

 

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,67 Prozent auf 25.596,89 Punkte und erreichte damit das höchste Niveau seit Anfang Dezember letzten Jahres. Der marktbreite S&P 500 gewann am Mittwoch 0,52 Prozent auf 2.759,13 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,41 Prozent auf 7.043,40 Punkte nach oben.

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Die Einzelwerte im Überblick

Unternehmensseitig waren in dem aufgehellten Umfeld einmal mehr Finanzwerte gefragt. So gehörten die Aktien der Investmentbank Goldman Sachs und des Kreditkartenanbieters Visa mit Gewinnen von jeweils knapp zwei Prozent zu den Favoriten im Dow.

 

Spitzenreiter im Nasdaq 100 waren die Papiere von Activision Blizzard , die um mehr als sieben Prozent in die Höhe schnellten. Der Videospiele-Anbieter baut zwar Stellen in großem Stil ab, weil das Geschäft in diesem Jahr absehbar schwächer laufen soll. Die Firma will sich nun aber stärker auf lukrative Titel wie „Call of Duty“, „Candy Crush“, „Overwatch“ oder „Diablo“ konzentrieren.

Branchenbeobachter vermuten hinter dem erwarteten Erlösrückgang von Activision auch einen Effekt des populären Online-Spiels „Fortnite“ des Konkurrenten Epic Games. Erst Anfang Oktober hatte die Activision-Aktie bei über 84 Dollar ihr Rekordhoch markiert. Seitdem war es steil bergab gegangen – bis Montag hatte sich der Kurs mehr als halbiert und knapp unter 40 Dollar den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht.

Die Anteilsscheine von Teva stürzten um rund sieben Prozent ab. Der Pharmakonzern hatte mit dem Gewinn im Schlussquartal 2018 ein wenig enttäuscht und war mit dem Ergebnisausblick auf das laufende Jahr weit hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Dass Unternehmenschef Kare Schultz 2019 bei der Geschäftsentwicklung mit der Talsohle rechnet, versöhnte die Anleger nicht.

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man/dpa-AFX