William ist beim VfL wieder da

13.02.2019, 18:30





An dieser vom Trainer verordneten Pause führte kaum ein Weg vorbei: Weil Wolfsburgs Rechtsverteidiger William immer wieder folgenschwer patzte, saß dieser in den VfL-Spielen gegen Hertha (1:0) und im Pokal in Leipzig (0:1) nur auf der Bank. Nun meldete sich der Brasilianer ordentlich zurück.

William

Paul Verhaegh, der 35-jährige Routinier, hatte zwei Spiele über 90 Minuten in den Knochen, zudem war es der Plan von Bruno Labbadia, Freiburgs offensivstarken Linksverteidiger Christian Günter möglichst viel in der Defensive zu binden. Also entschied sich der Trainer beim 3:3 wieder für den angriffsfreudigeren William auf der rechten Wolfsburger Abwehrseite. Und: Die Rückkehr nach der Denkpause glückte.

“Es ist gut, dass er gleich wieder solch eine Leistung gebracht hat”, lobt der Trainer den defensiv stabilen und offensiv mutigen Auftritt des 23-Jährigen. William war schließlich auch entscheidend am dritten VfL-Treffer beteiligt, als er zunächst Gegenspieler Günter tunnelte und mit seinem Pass Wout Weghorst fand, der für Torschütze Renato Steffen auflegte.

William ist wieder da – weil er im Training die richtige Reaktion gezeigt hatte. Sein Kopf sei nach der Degradierung nach unten gegangen, berichtet Labbadia. “Das”, betont der Coach, “kann man einem Spieler gewisse Tage zugestehen, aber dann will man eine Reaktion sehen. Nach seiner anfänglichen Enttäuschung hat er das Bild im Training wieder verändert, wir konnten ihn ruhigen Gewissens bringen.” William enttäuschte ihn nicht. Labbadia: “Man muss einen Spieler manchmal auch schützen, eine Pause tut gut.”

Was bedeutet das nun für Verhaegh, der vom Trainer für seine beiden Spiele (“Er hat es sehr gut gemacht”) gelobt wird? Festlegen will sich Labbadia noch nicht. Klar ist aber: Trotz vieler Fehler hatte der 53-Jährige lange an William festgehalten, weil dieser grundsätzlich besser zur offensiven Wolfsburger Spielidee passe. Nun präsentierte sich der Brasilianer nach der Denkpause stabilisiert – und gab seinem Trainer keinen Grund, ihn im Heimspiel gegen Mainz wieder rauszunehmen.

Thomas Hiete

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