Spannendes Rennen um Meistergruppe

„Wir wollen den guten Start mit der Ligenreform auch ins Frühjahr hineinziehen, der ominöse Strich, der schon im Herbst in aller Munde war, wird weiter befeuert“, sagte Ebenbauer im Rahmen eines Pressetermins mit den Sportchefs der zwölf Clubs.

Salzburg nur noch schwer einzuholen

Der große von der Konkurrenz nur bedingt Gejagte heißt erneut Red Bull Salzburg. Der Meister der letzten fünf Jahre war in den 18 Runden im Herbst das Maß aller Dinge, hat nach 15 Siegen und drei Remis 14 Punkte Vorsprung auf den LASK und wird auch nach der Punkteteilung einen schönen Vorsprung auf den Verfolger mitnehmen.

Christoph Freund ließ nur bedingt Hoffnung auf Spannung in der Meisterfrage aufkommen. „Ich hoffe wir können die PS, die wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben, gleich auf die Piste bringen“, meinte Salzburgs Sportdirektor.

Robert Almer (Mattersburg), Erich Korherr (Hartberg), Guenter Kreissl (Sturm), Christoph Freund (RBS), Oliver Glasner (LASK) Alfred Hoertnagl (Wacker), Fredy Bickel (Rapid), Christian Puff (WAC) Ralf Muhr (A.Wien) Andreas Blumauer (St.Poelten), Amir Shapourzadeh (Admira) und Georg Zellhofer (Altach)

GEPA/Christian Ort

Alle Sportchefs der zwölf Bundesliga-Clubs kamen am Dienstag zur Pressekonferenz nach Wien

Ehe sie in der Liga den sechsten Titelgewinn in Folge anpeilen, wollen die Salzburger auch international keine Schwächen zeigen. Im Sechzehntelfinale der Europa League soll die Hürde Club Brügge genommen werden. Zwischen den Spielen gegen die Belgier an den nächsten beiden Donnerstagen ist der Aufstieg ins Semifinale des ÖFB-Cups gegen Zweitligisten Wiener Neustadt eingeplant.

Rapid will „kleine Chance“ nützen

Dasselbe Programm hat auch Rapid gegen Inter Mailand vor sich. Im Cup geht es für die Wiener zu Hause gegen Hartberg. Pikant ist, dass Rapid und Salzburg dann in der ersten Frühjahrsrunde im Schlager am 24. Februar in Hütteldorf aufeinandertreffen. Nur mit einem Sieg darf Rapid bei aktuell sechs Zählern Rückstand auf Rang sechs wohl noch vom Sprung in die Meistergruppe träumen. Sportdirektor Fredy Bickel sagte: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, Punkte holen und hoffen, die kleine Chance noch zu wahren.“

Kampf um Meistergruppe

In zehn Tagen startet die Bundesliga ins Frühjahr. Nach nur vier Spielrunden erfolgt die Teilung in Meistergruppe und Qualigruppe.

Fünfkampf um drei Plätze

Das Gerangel um die Top Sechs beginnt hinter dem LASK und dem Dritten SKN St. Pölten. Der WAC, die Austria, Sturm Graz, Hartberg und Rapid liegen innerhalb von sieben Punkten. WAC-Vizepräsident Christian Puff zeigte sich wie alle im Verein „überzeugt, dass wir es schaffen können“. Dieses Ziel hat aber auch die Austria im Visier. „Wir wollen uns souverän für die Meistergruppe qualifizieren. Da liegt es an der Mannschaft, Ergebnisse abzuliefern“, sagte Sportchef Ralf Muhr.

Sturm kam in der Wintertransferzeit Peter Zulj abhanden. Den Abgang des Teamspielers zu RSC Anderlecht wollen die Grazer intern abfangen, dazu wurde der verliehene Ivan Ljubic von Hartberg zurückbeordert. Der U21-Teamspieler sei ein „logischer“ Zugang, sagte Günter Kreissl. Dazu sei der Georgier Otar Kiteishvili schon im Juli als Vorgriff auf einen möglichen Zulj-Abgang geholt worden. Eine größere Rolle wird künftig auch Sandi Lovric zugestanden.

Unter dem im Spätherbst als Trainer geholten Roman Mählich schaffte Sturm drei Siege und ein Remis. „Er hat tolle Ergebnisse eingefahren. Es liegt wieder in unseren Händen, das ist wichtig“, sagte Kreissl über die Ausgangslage beim Sechsten. Siebenter ist Hartberg. Der Aufsteiger musste die Mannschaft vor allem im Mittelfeld umbauen. Sportchef Erich Korherr sah den Einzug „oben“ eher als Bonus. „Unser Ziel ist, nicht abzusteigen. Wenn die Meistergruppe kommt, nehmen wir sie. Aber es wird sehr, sehr schwierig.“