Tiefpunkt für Özil – Klopp strahlt wieder

Arsenal verliert, Trainer verbannt Özil. Liverpool schafft Wende. Solskjaer hilft Manchester. Messi gelingt besonderes Tor. Spätes Glück für Real. Draxler stark bei Paris-Sieg. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

Das Kapitel Nationalmannschaft ist für Mesut Özil seit dem vergangenen Sommer geschlossen. Das Ende war unrühmlich. Wann das Kapitel FC Arsenal in seiner Fußballkarriere beendet sein wird, ist noch unklar. Doch auch hier deutet derzeit wenig auf ein Happy End hin. Nach dem WM-Debakel ist die Saison Özils in London mit einer Achterbahnfahrt noch untertrieben beschrieben. Er zeigte ganz glanzvolle Auftritte und war teilweise sogar Kapitän seiner Mannschaft. Dann wiederum tauchte er im Spiel ab oder war verletzt. Am bisherigen Tiefpunkt allerdings scheint Özil nun angekommen.

Beim 0:1 von Arsenal bei West Ham United stand der Weltmeister von 2014 gar nicht im Kader – obwohl er einsatzfähig war. Die Knieprobleme, die ihn in den vergangenen Wochen plagten sind ausgestanden. Die Begründung von Trainer Unai Emery indes war schmerzhaft. „Ich habe die Spieler ausgewählt, die ich für dieses Match für am besten geeignet hielt“, sagte der Spanier. Özil gehörte aus seiner Sicht nicht dazu. Stattdessen rückte der 19 Jahre alte Edward Nketiah, der zuvor erst eine Minute spielte, ins Aufgebot. Das Ergebnis zumindest gab Emery nicht recht. Es war das fünfte Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg. Die Champions-League-Plätze sind schon sechs Punkte entfernt.

Berater Ergut Sögüt erklärte, als Wechselgerüchte auskamen, dass Özil bei Arsenal bleiben möchte. Aber ist das überhaupt noch denkbar? „Emery hatte schon früher Probleme mit großen Spielern“, mutmaßte der frühere Arsenal-Spieler Ian Wright bei der BBC. „Wir können es uns nicht erlauben, dass der höchstbezahlte Arsenal-Spieler der Geschichte nicht im Kader steht. Er muss die Möglichkeit haben, sich entweder in Form zu spielen – oder er spielt sich außer Form. Nur so können wir herausfinden, was wirklich mit Mesut Özil los ist.“ Der Ausgang des Kapitels bleibt ungewiss.

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Von solchen Problemen ist der Spitzenreiter der englischen Premier League weit entfernt – trotz der Niederlagen in der Liga und im Ligapokal zuletzt. Bei Brighton & Hove Albion gewann der FC Liverpool 1:0. Mohamed Salah erzielte das Tor für das Team des nun wieder strahlenden Trainers Jürgen Klopp.

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Damit liegt Liverpool vorerst wieder sieben Punkte vor dem vermeintlich größten Konkurrenten um den Meistertitel. Denn Manchester City, das Liverpool zum Jahresstart im Topspiel besiegte, tritt erst an diesem Montag (21.00 Uhr bei DAZN) gegen die Wolverhampton Wanderers an.

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Fünf Spiele, fünf Siege – und nun? Manchester United bestand mit dem neuen Trainer Ole Gunnar Solskjaer den Härtetest. Bei den Tottenham Hotspur, die im Titelrennen einen Rückschlag hinnehmen mussten, sorgten Marcus Rashford mit seinem Tor und David de Gea mit vielen Paraden fürs 1:0.

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Der FC Chelsea festigte derweil den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt – dank der Niederlage von Arsenal und dank des eigenen Sieges. Beim Duell mit Newcastle United hatten die „Blues“ aber einige Mühe. Pedro und Willian trafen zum 2:1-Sieg von Chelsea.

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In der spanischen Primera División erledigte Spitzenreiter FC Barcelona seine Pflichtaufgabe im eigenen Stadion ohne große Mühe. Beim 3:0-Sieg über SD Eibar gelang Luis Suarez ein Doppelpack. Alle Augen waren aber mal wieder auf Lionel Messi gerichtet, der in der Liga sein 400. Tor erzielte.

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Das krisengeschüttelte Real Madrid schaffte es so gerade, keinen weiteren Boden auf Barcelona zu verlieren. Beim 2:1-Sieg bei Betis Sevilla sicherte ausgerechnet Dani Ceballos, der beim Verlierer ausgebildet wurde und dort bis 2017 spielte, mit einem Freistoßtor kurz vor Abpfiff die drei Punkte.

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Ärgster Verfolger des FC Barcelona aber bleibt Atlético Madrid. Und das mit einem Ergebnis, das ganz nach dem Geschmack von Trainer Diego Simeone ist – 1:0. Hinten ließ Atlético gegen UD Levante kaum etwas zu. Vorne reichte ein Handelfmeter, den Antoine Griezmann zum Sieg verwandelte.

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Der FC Sevilla dagegen muss im Rennen um die besten Plätze ein wenig abreißen lassen. Bei Athletic Bilbao gab es eine überraschende Niederlage, zumal die Basken im Kampf um den Klassenverbleib stecken. Inaki Williams sorgte mit zwei Toren für den Erfolg von Bilbao, das noch nie abgestiegen ist.

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Paris St. Germain ließ sich von der Ligapokal-Blamage, als das Team von Thomas Tuchel im eigenen Stadion gegen den Tabellenletzten EA Guingamp verlor, nicht aus dem Takt bringen. In der Ligue 1 gab es mit einem starken Julian Draxler ein souveränes 3:0 bei SC Amiens.

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Marseille gegen Monaco – das war einst ein Topspiel. Nun aber ist Olympique ins Mittelfeld der Tabelle abgerutscht. Und die AS kämpft gar als Vorletzter gegen den Abstieg. Nach dem Duell gab es auch keine glücklichen Gesichter. Das 1:1 unter Pfiffen der Fans halb keiner Mannschaft groß weiter.

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Der Spielbetrieb in der italienischen Serie A ruhte an diesem Wochenende noch einmal. Dafür gab es Pokalspiele. Juventus Turin hatte im Erstligaduell mit dem FC Bologna wenig Mühe und steht nach einem 2:0-Auswärtssieg im Viertelfinale. Lob gab es danach vom Trainer für seine deutschen Spieler.

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