Hardy und Riley nennen Sohn Forrest – warum das ein Problem ist

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Tom Hardy und Charlotte Riley: Mit Babynamen in die Rassismusfalle getappt.Bild. Keystone

Hollywoodstar Tom Hardy und seine Frau sind im Dezember wieder Eltern geworden. Ihren Sohn haben sie nach ihrer Lieblingsfilmfigur genannt – und sind in die Rassismusfalle getappt.

Die Schauspieler Tom Hardy und Charlotte Riley haben ihrem Kollegen Tom Hanks ein lebendes Denkmal setzen wollen: Der 41-jährige «Venom»Actionheld und seine aus der Serie «Peaky Blinders» bekannte Ehefrau halten eigentlich ihr Privatleben aus den Schlagzeilen heraus, doch seit dem Wochenende ist bekannt, dass sie bereits im Dezember ihr zweites gemeinsames Kind bekommen haben.

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Die Briten spielten beide bei «Peky Blinders» mit: Liebengelernt haben sie sich beim «Wuthering Heights»-Dreh.Source: Covermedia

«The Sun» berichtet in diesem Zusammenhang, dass Tom und Charlotte sich in Sachen Babynamen ganz besondere Gedanken gemacht hätten: Ihr Sohn heisst angeblich Forrest – nach Tom Hanks’ schrulligem Filmcharakter aus dem Drama «Forrest Gump» von 1994. «Die beiden lieben den Namen Forrest, weil er bodenständig und stark klingt. Tom fand den Film immer sehr inspirierend, unterhaltsam und denkt, er passt.»

«Er hatte diesen Club gegründet …»

Vielleicht hätte das Promi-Paar ihre Namensgebung aber doch besser mit Leuten besprochen, bevor sie sie öffentlich macht – denn Forrest Gump hat einen Ursprung, der nicht besonders erfreulich ist. Und der kommt in dem Streifen von Produzent Robert Zemeckis auch deutlich zur Sprache. «Als ich ein Baby war, nannte Mama mich nach dem grossen Held des amerikanischen Bürgerkriegs, General Nathan Bedford Forrest», erzählt Forrest Gump im Film.

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Liebenswerter Charakter: Filmfigur Forrest Gump alias Tom Hanks.Bild: keystone

Und weiter berichtet die Filmfigur – historisch korrekt: «Er hatte diesen Club gegründet, den man den Ku-Klux-Klan nennt. Sie zogen sich ihre Umhänge und Leinentücher an und benahmen sich wie Geister oder Gespenster oder so. Sie zogen sogar ihren Pferden Leinentücher an. Und so bekam ich meinen Namen: Forrest Gump.»

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Nathan B. Forrest, ein Südstaatler und Rassist, starb 1877.Bild. Gemeinfrei

Nathan Bedford Forrest war ein Selfmade-Millionär, der 1821 in Tennessee geboren wurde und 1877 auch starb. Er gehörte zu den Gründungsvätern der in dem US-Bundesstaat im Jahr 1861 gegründeten Rassisten-Vereinigung: 1867 wurde er zu deren ersten Großen Hexenmeister (Grand Wizard) gewählt. in Arkansas wurde nach seinem Tod sogar eine Stadt nach ihm benannt: Forrest City. 

Ganz der Papa

Dieses Film-Detail haben Hardy und Riley bei ihrer Namenswahl entweder vergessen – oder sie denken womöglich, andere würden sich nicht daran erinnern. Vielleicht ist es ihnen auch einfach egal. Das erste Kind des Paares kam im Oktober 2018 zur Welt. Wie die Tochter heisst, ist bvisher nicht öffentlich geworden. Aus einer früheren Beziehung hat Tom Hardy ausserdem den inzwischen zehnjährigen Sohn Louis.

Für die Eltern sind Diskussionen über den Namen Forrest aber wohl nur Schall und Rauch: Sie geniessen jetzt einfach bloss die Ankunft ihres jüngsten Sprösslings, verrät ein Anonymus der «Sun»: «Das Paar ist ausser sich vor Freude. Enge Freunde berichten, dass der Kleine genau aussieht wie sein Vater.» Die britischen Schauspieler haben sich 2009 am Set von «Wuthering Heights» kennengelernt und 2014 geheiratet.

Die Bildergalerie über Promi-Nachwuchs auf dem Laufsteg:

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