Federer startet mit lockerem Sieg ins Turnier

Roger Federer hat seine Mission Titelverteidigung bei den Aussie Open 2019 mit einem souveränen Dreisatz-Sieg über Denis Istomin (ATP 199) nach allen Regeln der Kunst lanciert – 6:3, 6:4, 6:4.

Wohl um die Spannung aufrecht zu erhalten, bevor Roger Federer seine Mission Titelverteidigung in der späten Night Session der Australian Open 2019 startet, wurde immer wieder und überall gewarnt: Denis Istomin ist der Mann, dem Novak Djokovic, der das Turnier zuvor dreimal in Folge gewonnen hat, vor zwei Jahren unterlegen war! Der 32-jährige Usbeke sei unberechenbar, besonders gefährlich auf schnellen, harten Belägen. Und so weiter… 

Doch irgendwie fürchtete im Innern dennoch niemand, dass der 20-fache Grand-Slam-Champion, der seit 2003 nie mehr ein Erstrunden-Match an einem Major verloren hat, dem gegnerischen Brillenträger vor die Linse laufen würde.

Federer gesteht keinen Breakball zu

Wie in sämtlichen sechs bisherigen Duellen ist dann auch das Gegenteil der Fall. Federer nimmt Istomin ins Visier, schnappt seinem Gegner in jedem Satz ein Break weg und gönnt diesem im Gegenzug nicht einen Breakball. Doch nicht nur sein Service ist viel besser: Der 37-jährige King Roger ist flinker, präziser, konstanter, Ideenreicher und er schlägt viel mehr Winner (52:22).

Und natürlich beliebter. Die australischen Fans stehen wie ein Mann hinter dem sechsfachen Melbourne-Champ. «Von Euch kann ich einfach nicht genug bekommen», sagt der Schweizer später, «ihr seid definitiv einer der Gründe, warum ich noch spiele.»

McEnroe fordert Federer heraus

Nach knapp zwei Stunden ist der Spuk für Istomin 3:6, 4:6, 4:6 vorbei. Und Federer hat erst so richtig Blut geleckt. John McEnroe, der sich im Court-Interview einmal mehr bewundernd fragt, wie ein 37-Jähriger beinahe schneller und beweglicher als früher sein kann, fordert Roger heraus: «Meinst du wirklich in deinem Alter gewinnst du hier noch ein drittes Mal in Folge?»

Federer pariert diplomatisch: «Dass ich zweifacher Titelverteidiger bin, ist schon unglaublich. Wahrscheinlich gewinnt dieses Jahr jemand anderes. Aber ich verspreche, dass ich alles geben werde, um es ein drittes Mal zu versuchen!»

Sein nächstes Opfer, der Brite Daniel Evans (ATP 189), kann einem schon jetzt beinahe leid tun.

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