Endstation für Titelverteidiger Eagles

Die Patriots, die 2004 und 2005 als bisher letztes Team zweimal in Folge eine Super Bowl gewinnen konnten, fertigten die Los Angeles Chargers zu Hause mit 41:28 ab und zogen zum achten Mal ins Conference Finale der American Football Conference (AFC) – sprich dem Halbfinale – ein.

New England gastiert nun am kommenden Sonntag auswärts bei den Kansas City Chiefs, die sich bereits am Samstag ebenfalls sicher gegen die Indianapolis Colts mit 31:13 durchgesetzt hatten. Die New Orleans Saints empfangen im Schlager der mit 13 Siegen bei nur drei Niederlagen im Grunddurchgang besten Mannschaften der Liga die Los Angeles Rams, am Samstag 30:22-Sieger über die Dallas Cowboys.

Drew Brees (New Orleans Saints)

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Brees und die Saints sind weiter im Rennen um den zweiten Titel der Clubgeschichte

Saints drehen Partie

Im Superdome von New Orleans sah es nach dem ersten Viertel aber noch so aus, als könnten die Eagles den favorisierten Gastgebern ein Bein stellen. Philadelphia fing gleich den ersten Passversuch von Saints-Spielmacher Drew Brees ab und ging nach einem Touchdownpass und einem Lauf in die Endzone von Quarterback Nick Foles bereits mit 14:0 in Führung.

Doch danach brachte New Orleans angetrieben von Brees die Partie zum Kippen. Der 39-jährige Altstar warf Touchdownpässe auf Keith Kirkwood und Michael Thomas, dazu steuerte Kicker Will Lutz zwei Field-Goals bei. Philadelphia machte hingegen keinen Stich mehr. Auch weil Marshon Lattimore zwei Pässe von Eagles-Quarterback Foles abfing. Die entscheidende Interception gelang dem Verteidiger dabei rund zwei Minuten vor Schluss, nachdem Receiver Alshon Jeffery den Ball nicht festhalten konnte.

„Wir sind ruhig geblieben und haben gewusst, was wir können“, sagte Saints-Quarterback Brees nach dem Comeback, „wir wussten, dass es diesmal eine andere Partie wird als zuletzt.“ Im Grunddurchgang hatten die Saints den nun entthronten Titelverteidiger mit 48:7 aus dem Superdome gefegt. Bei Philadelphia trauerte man einer großen Chance nach. „Wir waren auf dem Weg, zu gewinnen“, sagte Unglücksrabe Jeffery, „es fühlt sich an, als hätten wir uns selbst geschlagen. Aber Hut ab vor den anderen Burschen.“

Patriots überrollen Chargers

Im Gilette Stadium von Foxborough war die Partie zwischen den New England Patriots und den Los Angeles Chargers bereits zur Pause entschieden. Die Gastgeber aus New England lagen nach einer einseitigen ersten Hälfte schon mit 35:7 in Front. Erst gegen Ende der Partie ließ der fünffache Super-Bowl-Sieger, der zum achten Mal in Folge im Halbfinale steht, die Zügel etwas schleifen.

Mann des Spiels war Rookie-Runningback Sony Michel, der noch in der ersten Hälfte (35:7) drei Touchdowns für die Gastgeber erzielte. Patriots-Quarterback Tom Brady sorgte für 343 Yards Raumgewinn und warf einen Touchdownpass zu Wide Receiver Philipp Dorsett.

Sony Michel (New England Patriots)

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Michel (l.) war von den Verteidigern der Chargers nicht aufzuhalten

Chargers-Spielmacher Philipp Rivers kam auf 331 Yards und erzielte drei Touchdownpässe, warf aber auch eine Interception. Der große Super-Bowl-Traum des 37-Jährigen platzte wie schon 2008 in Foxborough, damals allerdings erst im AFC Championship Game. Rivers verlor auch das achte Aufeinandertreffen mit Brady. Der 41-Jährige kämpft hingegen nun um seine neunte Endspielteilnahme.

Finale Show mit Maroon 5

Während am kommenden Sonntag nun die beiden Finalteilnehmer in der 53. Ausgabe der Super Bowl am 3. Februar in Atlanta ermittelt werden, steht ein Fixpunkt des großen Finales bereits fest. Die US-Popband Maroon 5 mit Leadsänger Adam Levine wird in der Halbzeitshow auftreten. In der Show werden auch die Rapper Travis Scott und Big Boi auftreten. Das gab die National Football League am Sonntag bekannt.

Popsuperstar Rihanna soll laut US-Medienberichten im Oktober ein Angebot abgelehnt haben, weil sie den früheren NFL-Quarterback Colin Kaepernick in seinem Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und Ungleichheit im Land unterstützt. Die Halbzeitshow gilt als ein Highlight des NFL-Finales. Superstars wie Prince, Madonna und Lady Gaga sind bereits aufgetreten. Im Vorjahr war Justin Timberlake an der Reihe, damals hatte die Show in den USA ein TV-Publikum von 103 Millionen Sehern – ein absoluter Rekord für irgendein TV-Event in den USA.

National Football League

Play-off 2018/19

Kansas City Chiefs New England Patriots 20. Jänner
New Orleans Saints Los Angeles Rams 20. Jänner
Kansas City Chiefs Indianapolis Colts 31:13
Los Angeles Rams Dallas Cowboys 30:22
New England Patriots Los Angeles Chargers 41:28
New Orleans Saints Philadelphia Eagles 20:14
Houston Texans Indianapolis Colts 7:21
Dallas Cowboys Seattle Seahawks 24:22
Baltimore Ravens Los Angeles Chargers 17:23
Chicago Bears Philadelphia Eagles 15:16