Babyboom wegen Stromausfällen in Männedorf ZH

Die beiden Spitäler Zollikerberg und Männedorf verzeichnen einen neuen Geburten-Rekord. Bemerkenswert: Neun Monate zuvor fiel öfters der Strom aus.

Die Gemeinde Männedorf ZH am Zürichsee verzeichnet für das vergangene Jahr einen rasanten Anstieg bei der Anzahl an Neugeborenen. Im Bezirk Meilen kamen vergangenes Jahr insgesamt 2800 Babys zur Welt. Sowohl das Spital Zollikerberg als auch das Spital Männedorf haben mehr Geburten als noch im Jahr 2017 verzeichnet.

Während im Spital Zollikerberg 2248 Neugeborene letztes Jahr das Licht der Welt erblickten – 1170 Buben und 1078 Mädchen, waren es im Spital Männedorf 552 Babys. Beide Spitäler verzeichnen mit den Geburtenzahlen fürs 2018 einen neuen Rekord. Während im Spital Zollikerberg 192 Kinder mehr zur Welt kamen, waren es im Spital Männedorf 17 mehr.

Geburtenzahlen anderer Spitäler untermauern Theorie

Nicht ganz unschuldig am Babyboom dürften Stromausfälle sein. Denn wenn der TV plötzlich aussteigt, dürften andere Aktivitäten im Haushalt in den Vordergrund rücken. «Der mit Abstand geburtenreichste Monat im letzten Jahr war der August. Knapp neun Monate davor kam es in Männedorf und Umgebung gleich mehrfach zu längeren Stromausfällen», sagt Margaret Hüsler, Chefärztin der Gynäkologie im Spital Männedorf, zur «Zürichsee-Zeitung».

Untermauert wird die Theorie der Chefärztin von den Geburtenzahlen der anderen Spitäler rundum den Zürichsee. Die Werte zeigen, dass die Spitzenwerte bei den Geburten etwa im Paracelsus-Spital Richterswil in ganz anderen Monaten verzeichnet wurden. Demnach sei der Mai im Jahr 2018 der geburtenreichste Monat gewesen, wie der dortige Direktor gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» erklärt.

Im Unterscheid zu den beiden anderen Spitäler hat Richterswil keinen neuen Rekord fürs Jahr 2018 verzeichnet. Dort kam es gar zu einem Rückgang um 128 Geburten. Insgesamt kamen im Paracelsus-Spital im letzten Jahr 507 Kinder zur Welt – 260 Buben und 247 Mädchen. (rad)