Lawine im Titlis-Gebiet löst Suchaktion aus

Um zirka 11 Uhr ist am Freitagvormittag im Engelberger Skigebiet am Titlis eine Lawine niedergegangen. Dies bestätigte Peter Reinle, Mediensprecher der Titlis-Bahnen, auf Anfrage unserer Zeitung. Sie löste sich im Gebiet Laub, das bei Freeridern beliebt ist. Der Abschnitt abseits der markierten Pisten ist berüchtigt für Lawinen. In der Vergangenheit sind dort schon mehrmals Schneebretter in Richtung Tal gedonnert – auch schon mit Verletzten und Toten. So starb beispielsweise im November 2017 ein 32-jähriger Variantenfahrer bei einem Lawinenniedergang am Laub.

Dieses Mal scheint es glimpflicher ausgegangen zu sein. Peter Reinle gab kurz nach Freitagmittag Entwarnung. Die aufgebotenen Rettungskräfte, darunter die Alpine Rettung Engelberg, hätten die Suche abgebrochen. Offenbar werden keine Personen vermisst respektive wurde bei der Suchaktion niemand gefunden. Aufgeboten wurden auch mehrere Helikopter. Ob Variantenskifahrer die Lawine ausgelöst haben, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

Die Lawinengefahr für das Titlis-Gebiet wird vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) derzeit als erheblich eingeschätzt. Abseits der Pisten herrsche eine prekäre Lawinensituation, steht im aktuellsten Bulletin. Ursache seien der viele Neuschnee und Triebschnee der letzten Tage. Touren und Variantenabfahrten erfordern Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr, heisst es weiter.