Kfz online zulassen: Schlangestehen bei der Behörde bald passé

Wie die Bundesregierung in Person von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mitteilte, soll das Projekt “Internetbasierte Fahrzeugzulassung” (i-Kfz) in diesem Jahr starten. Dann wird es möglich sein, alle Standardverfahren, also Neuzulassung, Umschreibung und auch die Kennzeichenmitnahme, online selbst zu erledigen, ganz ohne Besuch der örtlichen Zulassungsstelle. Einen genauen Termin, wann die Online-Zulassung in Deutschland starten soll, nennt das Bundesverkehrsministerium noch nicht.

Wer sein Kfz online zulassen möchte, braucht allerdings zwingend eines: den neuen E-Personalausweis. Daran wird es bei vielen Mitbürgern scheitern, denn die kleinen Chip-Karten setzen sich wegen der langen Gültigkeit des Personalausweises nur langsam durch. Zusätzlich zum E-Perso, der für die Online-Funktionen freigeschaltet sein muss, wird außerdem ein Kartenlesegerät benötigt. Auch die passenden Nummernschilder müssen vorhanden sein oder man muss sie sich nach der erfolgreichen Zulassung anfertigen lassen.

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Die Autos werden immer moderner, die Politik hält nur langsam Schritt. / © AndroidPIT

Der neue Service wird in zwei Schritten eingeführt. Zunächst können Privatpersonen ihr Auto, Motorrad oder anderes Kfz im Internet zulassen, danach dürfen auch juristische Personen, also Unternehmen, die Online-Zulassung in Anspruch nehmen.

Schon seit Oktober 2017 lässt sich die Wiederzulassung eines Fahrzeugs online beantragen. Dazu müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein: Halter, Zulassungsbezirk und Kennzeichen müssen unverändert bleiben. Sogar schon seit 1. Januar 2015 gibt es die Möglichkeit für Privatpersonen, zugelassene Fahrzeuge über das Internet außer Betrieb zu setzen, also abzumelden.