WAC empfängt „Großclub“ LASK

In den restlichen beiden Samstag-Spielen sind die Rollen zumindest laut Papierform und Tabellenkonstellation klarer verteilt. Der noch ungeschlagene Spitzenreiter Red Bull Salzburg gastiert bei Schlusslicht FC Flyeralarm Admira, der drittplatzierte SKN St. Pölten empfängt den Vorletzten Cashpoint SCR Altach.

Im Mittelpunkt steht am Samstag aber klar das Gastspiel des LASK in Wolfsberg. Im Moment haben die Oberösterreicher drei der Top Vier übertrumpft – die Austria, Vizemeister SK Puntigamer Sturm Graz und Rapid liegen deutlich hinter den Linzern, nur Spitzenreiter und Titelverteidiger Red Bull Salzburg ist unantastbar. „Beim LASK gibt es Kontinuität und ein planvolles Vorgehen über Jahre hinweg. Es ist ein stimmiger Kader zusammengestellt worden“, sagte Ilzer.

Tipico-Bundesliga, 17. Runde

Samstag, 17.00 Uhr:

WAC – LASK

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, SR Lechner

Mögliche Aufstellungen:

WAC: Kofler – Novak, M. Leitgeb, Jovanovic, Schmitz – Wernitznig, Sprangler, Ritzmaier – Liendl – Orgill, Schmerböck

LASK: A. Schlager – Ramsebner, Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland, Michorl, Ullmann – Goiginger, Frieser, Joao Victor

Angst vor „Eisernem Vorhang“

Der Steirer streute auch seinem Betreuerkollegen Oliver Glasner Rosen. „Er ist ein Toptrainer, der eine Mannschaft geformt hat, in der Automatismen greifen.“ Gegen den LASK in Rückstand zu geraten, sei besonders unangenehm. „Wenn sie einmal führen, geht hinten der Eiserne Vorhang runter und sie lauern aufs Umschaltspiel, das sie großartig beherrschen“, warnte Ilzer. Der Coach des Tabellenvierten weiß aber auch, wie die Oberösterreicher in der Lavanttal-Arena eventuell zu erwischen wären.

„Die Kunst besteht darin, ihnen nicht das zu geben, was sie wollen – Ballgewinne und Raum“, so Ilzer. Das gelang zuletzt dem TSV Hartberg relativ gut – der Aufsteiger holte beim LASK am Samstag überraschend ein 3:3. Glasner sprach in diesem Zusammenhang von einem „sehr lehrreichen Spiel für uns. Wir haben drei Kontertore bekommen und dabei nicht gut verteidigt.” Über das große Lob von Ilzer zeigte sich Glasner erfreut. „Es freut uns, wenn uns andere so sehen. Die Spieler haben sich diese Anerkennung und diesen Respekt verdient, wir bleiben aber bescheiden.“

Tipico-Bundesliga, 17. Runde

Samstag, 17.00 Uhr:

Admira – Salzburg

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Ciochirca

Mögliche Aufstellungen:

Admira: Leitner – Zwierschitz, Aiwu, Thoelke, Scherzer – Soiri, Toth, Vorsager, Hjulmand – Bakis, Starkl

Salzburg: Stankovic – Todorovic, Ramalho, Onguene, Ulmer – Mwepu, Samassekou, X. Schlager – Minamino, Prevljak, Dabbur

Duell der Gegensätze in der Südstadt

In der Südstadt steht unterdessen ein Duell der Gegensätze auf dem Programm, wenn Salzburg bei der Admira gastiert. Die Favoritenrolle liegt klarerweise bei den „Bullen“, die ihren Arbeitstag aber trotz klarer Rollenverteilung in Demut bestreiten will. „Es ist schon oft passiert, dass sich der Erste gegen den Letzten zu sicher war“, meinte Mittelfeldmann Xaver Schlager. „Wir wollen uns konzentriert und fokussiert vorbereiten und drei Punkte einfahren.”

Salzburg errang in der laufenden Meisterschaft bei zwei Remis 15 Siege. Für Trainer Marco Rose stand jedenfalls fest, dass man das, was man „über viele Monate durchgezogen“ habe, nun „gut zu Ende bringen“ wolle. Drei Spiele (Admira, Celtic Glasgow und St. Pölten) fehlen noch für einen makellosen Herbst ohne Pflichtspielniederlage. Muss der LASK beim WAC einen Punkteverlust hinnehmen, würde Roses Truppe zudem mit einem Sieg vorzeitig den ersten Platz im Grunddurchgang fixieren.

Jubel der Salzburg-Spieler

GEPA/Jasmin Walter

Salzburg winkt beim Gastspiel in der Südstadt vorzeitig Platz eins im Grunddurchgang

Für die acht Runden sieglose Admira hingegen wäre gegen den Ligakrösus wohl schon ein Punkt als Erfolg zu werten. „Wir wissen, dass sie das richtig gut machen“, meinte Admira-Coach Reiner Geyer. Der glasklaren Ausgangslage zum Trotz will er, dass Hannes Toth und Co. auch gegen Salzburg ihre Chance suchen: „Es sind elf gegen elf, es gilt der alte Spruch, dass auch der Gegner nur mit Wasser kocht. Es geht für uns darum, dass wir mutig rausgehen, wieder kompakt stehen und gut umschalten“, meinte Geyer.

St. Pölten will zurück in Erfolgsspur

St. Pölten will nach dem „Ausrutscher“ gegen die Wiener Austria im Heimspiel gegen Altach wieder auf die Erfolgsspur einschwenken. Dass der Tabellendritte aus Niederösterreich der Favorit ist, lässt Trainer Ranko Popovic kalt: „Die Rolle kann sein, was will, wir müssen das auch am Platz bestätigen.“ Gegen die Vorarlberger will er vor allem „viel Einsatz und Leidenschaft“ sehen.

Tipico-Bundesliga, 17. Runde

Samstag, 17.00 Uhr:

St. Pölten – Altach

NV-Arena, SR Heiß

Mögliche Aufstellungen:

St. Pölten: Riegler – Meisl, Drescher, Luan – Ingolitsch, Mislov, Luxbacher, Schütz – R. Ljubicic, Gartler, Pak

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Luckeneder, Karic – Oum Gouet – Gebauer, Fischer, Müller, Dobras – Gatt

Beim jüngsten 0:2 gegen die Austria monierte der ehemalige Sturm-Kicker noch „naive“ Gegentore, die diesmal nicht passieren sollen. Mit der Leistung zeigte er sich aber insgesamt durchaus zufrieden. „Wir haben erstmals mehr Ballbesitz als der Gegner gehabt und waren sicher nicht die schlechtere Mannschaft.“ 26 Punkte hat der aktuelle Dritte am Konto, vier Zähler beträgt der Polster auf Rang sieben.

Für Altach hingegen wird es langsam ungemütlich. Sechs Spiele (0-3-3) sind die Vorarlberger sieglos, auswärts gelang in der laufenden Saison mit dem 4:2 bei der Admira nur ein voller Erfolg. Den Tabellenvorletzten trennt nur ein Punkt von der Roten Laterne. „Wir müssen gewinnen, alles andere zählt im Moment nicht“, stellte denn auch Trainer Werner Grabherr klar. „Aber nicht nur wir, auch St. Pölten ist unter Druck, weil sie im oberen Play-off bleiben wollen. Beide Mannschaften werden sich nichts schenken, weil es für beide um viel geht.“