Revierderby gefährdet Dortmund-Serie

Mit einem Sieg wäre die Herbstmeisterschaft für den BVB greifbar nahe. Und die Chancen auf ein freudiges zweites Adventwochenende für Schwarz-Gelb stehen gut: Das Potenzial scheint heuer größer als jenes von Schalke, das verdeutlichen bereits 19 Punkte Abstand. So groß war der Vorsprung vor einem Hinrundenduell noch nie. „Ich glaube, bei einem solchen Spiel spielt die Tabelle keine Rolle“, betonte aber Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. „Dortmund hatte in dem ein oder anderen Spiel das Glück auf seiner Seite.“

Die Schalker plagen jedoch Personalsorgen. So muss Trainer Domenico Tedesco die Offensivkräfte Mark Uth, Breel Embolo und Franco Di Santo vorgeben. Mit dem Österreicher Guido Burgstaller (Achillessehne) und Steven Skrzybski sind zwei Stürmer zusätzlich fraglich. Das Ziel ist für Heidel aber auch vor dem 153. Kräftevergleich klar: „Wir wollen mit allen Mitteln versuchen, Dortmund die erste Niederlage beizubringen.“

Bayern empfangen Nürnberg

Ein anderes Derby steigt in Bayern. Dortmund-Verfolger München und David Alaba duellieren sich mit dem 1. FC Nürnberg bzw. Georg Margreitter. Bayern-Coach Niko Kovac verkündete einen totalen Rotationsstopp. „Ich habe gesagt, okay, die Rotation wird stattfinden, aber nur dann, wenn einer verletzt ist beziehungsweise wenn wirklich jemand total am Boden ist“, sagte Salzburgs ehemaliger Kotrainer. „Der Kader ist bekannt – und die ersten elf im Moment auch.“

Nürnberg indes hofft auf eine Überraschung. „Wir brauchen ein perfektes Spiel, müssen defensiv überragend verteidigen und brauchen einen Gegner, der sein Spiel nicht auf den Platz bringt“, meinte Trainer Michael Köllner. Die Franken warten schon seit sieben Spielen auf einen Sieg, Nürnberg will sich trotzdem nicht verstecken. Köllner: „Viele Leute spielen auch Lotto, obwohl sie wissen, dass ihre Chance auf einen Sechser minimal ist.“ Der Qualitätsunterschied zwischen beiden Mannschaften sei natürlich enorm. „Die einen sagen eine Liga, die anderen Welten und wieder andere Galaxien.“

Hütter will in Erfolgsspur zurück

Frankfurt und Trainer Adi Hütter wollen nach dem „Ausrutscher“ gegen Wolfsburg sogleich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Die Eintracht ist bei Hertha BSC mit Valentino Lazaro zu Gast. Es ist ein Duell zweier direkter Konkurrenten: Die Hertha schob sich zuletzt mit einem Sieg wieder in die Nähe der Europacup-Ränge vor und liegt als Siebenter drei Zähler hinter Frankfurt.

RB Leipzig gastiert beim Liga-13. Freiburg. „Eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Ralf Rangnick. Der Trainer des Tabellendritten warnte vor der Laufbereitschaft des Gegners. „Es ist das Team, das in der Bundesliga am meisten läuft. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine extreme Hilfsbereitschaft. Wir werden einen richtig guten Tag brauchen, um in Freiburg zu punkten.“ Die Mannschaft des ÖFB-Trios Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer bangte noch um den Einsatz des unter der Woche kranken Spielgestalters Kevin Kampl.

Harnik trifft bei Werder-Sieg gegen Düsseldorf

Im Freitag-Spiel bewahrten die „Joker“ Martin Harnik und Joshua Sargent Werder Bremen vor einer ernsten Krise. Der nach einer Stunde eingewechselte ehemalige ÖFB-Teamstürmer Harnik mit seinem zweiten Saisontor (71.) und Sargent (78.) mit seinem ersten Ligatreffer überhaupt schossen die Bremer zu einem 3:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf und damit zum ersten Erfolg seit 20. Oktober.

Harnik stand genau richtig, als Fortuna-Schlussmann Michael Rensing einen Schuss des ebenfalls eingewechselten Johannes Eggestein zu kurz abwehrte. Wenig später traf der US-Amerikaner Sargent nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung aus kurzer Distanz. Auch dabei hatte Harnik seine Beine im Spiel. Für die Bremer spielte außerdem Marco Friedl in der Verteidigung durch, bei Düsseldorf agierte Kevin Stöger über die volle Distanz im Mittelfeld. Kevin Möhwald (20.) hatte Werder in Führung gebracht, Dodi Ludebakio (43.) per Handelfmeter zwischenzeitlich ausgeglichen.

Deutsche Bundesliga, 14. Runde

Bremen Düsseldorf 3:1
Schalke 04 Dortmund 15.30 Uhr
Bayern München Nürnberg 15.30 Uhr
Freiburg Leipzig 15.30 Uhr
Leverkusen Augsburg 15.30 Uhr
Wolfsburg Hoffenheim 15.30 Uhr
Hertha BSC Frankfurt 18.30 Uhr
Mainz Hannover 15.30 Uhr
Mönchengladbach Stuttgart 18.00 Uhr

Tabelle