Paris steht offenbar vor 75-Millionen-Transfer

Er ist einer der begehrtesten Spieler Europas: Frenkie de Jong. Beim Wettbieten um den Niederländer setzte sich nun offenbar Paris durch. Dabei galten andere Teams als Favoriten.

Ajax Amsterdam hat eine der besten Spieler-Ausbildungen in ganz Europa. Fast im Jahrestakt bringt der niederländische Topklub hochkarätige Talente heraus. Dazu zählt auch Frenkie de Jong, der seit Monaten zahlreiche Scouts in die Johan-Cruyff-Arena lockt. Im Werben um den defensiven Mittelfeldmann hatten sich drei Favoriten herauskristallisiert: Manchester City, FC Barcelona und Paris Saint-Germain. 

Die Rolle von Mbappé

Wie die niederländische Zeitung “De Telegraaf” nun berichtet, hat sich Paris durchgesetzt. Die Franzosen sollen sich mit Ajax auf eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro geeinigt haben. Ein Rekord im niederländischen Fußball. Bisher war der Wechsel von Davinson Sanchez (ebenfalls Ajax) zu Tottenham Hotspur im Sommer 2017 mit 40 Millionen Euro der teuerste.

Paris-Trainer Thomas Tuchel muss sich aber noch gedulden. Stattfinden wird der Transfer wohl erst im Sommer 2019. “De Telegraaf” zufolge reisten PSG-Sportdirektor Antero Henrique und sein Stellvertreter Maxwell nach Amsterdam für die Verhandlungen. Letzterer spielte dabei eine wichtige Rolle, da er von 2001 bis 2006 selbst für Ajax auf dem Platz stand. Auch Kylian Mbappé soll in einer “Charme-Offensive” seinen Teil dazu beigetragen haben, de Jong nach Paris zu locken.

Spielte auch eine Rolle bei den Verhandlungen um Frenkie de Jong (l.): Kylian Mbappé (r.). (Quelle: imago/Pro Shots)Spielte auch eine Rolle bei den Verhandlungen um Frenkie de Jong (l.): Kylian Mbappé (r.). (Quelle: Pro Shots/imago)

15 Prozent für den Ex-Klub

Manchester City hat sich aufgrund der aktuellen Untersuchungen der Uefa aus den Gesprächen zurückgezogen. Den “Citizens” droht Medienberichten aus England zufolge eine Sperre in der Champions League, da der Klubbesitzer in den letzten Jahren zu viel Geld in den Verein pumpte und damit gegen die Auflagen des “Financial Fairplay” verstieß.

Der FC Barcelona hingegen war schlichtweg nicht bereit, so viel Geld für de Jong zu zahlen und wohl seit mehreren Wochen nicht mehr im Gespräch. Übrigens: Von den 75 Millionen Euro Ablöse werden rund 15 Prozent an de Jongs früheren Klub Willem II Tilburg gehen. Das wären rund 11,25 Millionen Euro. Eine enorme Summe für den kleinen Klub aus dem Süden.

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