Merzlikins schiesst das Eigentor des Jahres

An das Derby gegen Ambri-Piotta erinnert sich Elvis Merzlikins bestimmt noch lange, denn dem HCL-Goalie unterläuft in der Startphase ein Riesenbock.

Das dritte Tessiner Derby der Saison beginnt mit einem Paukenschlag. Nach nur 19 Sekunden verpasst Luganos Topskorer Grégory Hofmann mit einem Pfostenschuss die Führung für das Heimteam. 64 Sekunden später reiben sich alle in der 7200 Zuschauer ausverkauften Arena die Augen. Die Gäste aus der Leventina bejubeln einen Treffer, der ein Adventsgeschenk von Elvis Merzlikins ist. Der HCL-Goalie verlässt seinen Kasten, um das Spiel mit einem Querpass zu beschleunigen, doch stattdessen lenkt der Lette den Puck ins eigene Tor ab. Da Ambris Bryan Lerg die Scheibe als Letzter berührt hatte, wird der Treffer dem US-Amerikaner zugeschrieben.

Der Riesenlapsus ist Merzlikins überaus peinlich. Im Netz wird seine misslungene Aktion als Eigentor des Jahres betitelt. Das Video dürfte im Verlauf vom Samstag rund um den Globus gehen. Für den seit 2009 in Lugano engagierten 24-Jährigen ist es ein grosser Trost, dass seine Vorderleute den Fehlstart ausbügeln.

Luca Fazzini (7.) und Alessandro Chiesa (11.) drehen die Partie. In der 36. Minute müssen die Bianconeri in Unterzahl zwar den Ausgleich durch Dominic Zwerger hinnehmen. Danach geht es aber Schlag auf Schlag: 24 Sekunden nach dem 2:2 stellt Alessio Bertaggia die HCL-Führung wieder her.

Drei Treffer innert 206 Sekunden

In der 39. Minute vollendet Topskorer Hofmann eine schöne Kombination und erhöht auf 4:2. Doch lediglich 28 Sekunden vergehen, ehe Lerg verkürzt. Die Zuschauer erleben 206 spektakuläre Sekunden. Mit dem 5:3 in Überzahl sorgt Fazzini für die Vorentscheidung (44.), denn Ambri kann darauf nicht mehr reagieren. Auch im dritten Tessiner Derby dieser Spielzeit setzt sich die gastgebende Mannschaft durch.

Am Samstagabend stehen sich die Erzrivalen bereits wieder gegenüber, wobei Ambri-Piotta in der Valascia Heimvorteil hat. Die Ausgangslage vor dem nächsten Derby ist brisant, da die Leventiner zwei Punkte vor Lugano direkt über dem Tabellenstrich platziert sind.

(ddu)

Erstellt: 08.12.2018, 10:27 Uhr