Continental schließt dritte Gewinnwarnung aus – Hoffnung auf Dividende

“Das ist immer noch ein sehr ordentliches Ergebnis”, sagteContinental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer der Börsen-Zeitung. Das Unternehmen bewege sich im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen. “Unser Umsatzziel von rund 44,5 Milliarden Euro werden wir aller Voraussicht nach erreichen.”

Umsatzeinbußen, ausgelöst durch verschlechterte Bedingungen vor allem in den wichtigen Märkten Europa und China, hatten zu der Gewinnwarnung im Sommer geführt.

Der CFO des DAX-Konzerns rechnet mit einer Fortsetzung der Schwäche im chinesischen Automarkt in den ersten beiden Quartalen 2019. Auch die Probleme in Europa im Zuge der Umstellung auf den neuen Abgasprüfstandard WLTP seien nicht vom Tisch. Schäfer geht aber von einem Wachstum der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 1 Prozent im kommenden Jahr aus.

Sollten höhere US-Importzölle auf Autos aus Deutschland und aus der EU eingeführt werden, seien die Folgen nicht einfach vorherzusagen, sagt der Conti-Finanzchef weiter. Die Handelsstreitigkeiten könnten zu einer größeren Zurückhaltung bei Autokäufern führen. “Eine solche Kaufzurückhaltung würde uns sofort treffen.”


Der Autozulieferer und Reifenhersteller macht zudem den Aktionären Hoffnung bei der Dividende. “Natürlich wissen wir, dass die Erwartungen am Kapitalmarkt in einem Umfeld, in dem der Aktienkurs zurückgegangen ist, auf einer stabilen Dividendenzahlung liegen”, sagte Schäfer der Börsen-Zeitung” weiter. Bilanziell sei Continental “sehr gut” aufgestellt. “Wir sind ein Total Return Stock”, ergänzte er. Für 2017 hatte Continental je Aktie 4,50 Euro an Dividende ausgeschüttet.

Der Aktienkurs des Konzerns war nach zwei Gewinnwarnungen im laufenden Jahr kräftig gesunken. Im vierten Quartal bewege sich der Konzern “im Rahmen der Erwartungen”, sagte Schäfer dem Blatt. Das Umsatzziel von rund 44,5 Milliarden werde Continental “aller Voraussicht nach erreichen”. Im August hatte Continental die Gewinnprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt, weil es unter anderem in China schwächer läuft als gedacht.

FRANKFURT Dow Jones & dpa-AFX

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