CAS lehnt Eilantrag der Boca Juniors ab

08.12.2018 14.25

Online seit heute, 14.25 Uhr

Die Boca Juniors sind vor den Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) gezogen – und bereits einmal abgeblitzt. Ein Eilantrag auf Absetzung des Finalrückspiels der Copa Libertadores am Sonntag wurde vom Schweizer Gericht abgelehnt. Boca sieht den Grund für das erst verschobene und mittlerweile nach Madrid verlegte Spiel in Angriffen auf den Boca-Bus durch Anhänger von Gegner River Plate.

Boca hatte bereits vergeblich vom südamerikanischen Verband (CONMEBOL) verlangt, den wichtigsten Titel in Südamerikas Clubfußball ohne Rückspiel zugesprochen zu bekommen. Tags darauf reichte die Clubführung beim CAS in Lausanne – der sportrechtlich letztmöglichen Instanz – den mittlerweile abgelehnten Eilantrag ein.

Über einen weiteren Antrag, nämlich den Finalgegner River Plate zu disqualifizieren, will der CAS erst nach dem entscheidenden Match am Sonntag (20.30 Uhr) im Madrider Santiago-Bernabeu-Stadion entscheiden. Das Hinspiel gegen den Erzrivalen hatte mit 2:2 geendet, die Auswärtstorregel gilt nicht. Tausende Sicherheitskräfte sollen in der spanischen Hauptstadt erneute Ausschreitungen verhindern.

Die Vereinsverantwortlichen von Boca berufen sich bei ihren Ansuchen u. a. auf einen ihrer Meinung nach vergleichbaren Fall von 2015. Damals waren River-Plate-Profis nach der Halbzeitpause im Spielertunnel von Boca-Fans im Bombonera-Stadion mit Pfefferspray attackiert worden, und das Spiel war daraufhin abgebrochen worden. Der südamerikanische Verband wertete die Partie anschließend für River Plate, Boca wurde aus der Copa Libertadores ausgeschlossen.