Bücher bei Megabörsengang von Softbanks Mobilfunksparte anscheinend gefüllt

Das schließe die Mehrzuteilungsoption ein, was die Anzahl der zu platzierenden Papiere auf 1,76 Milliarden bringe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.Softbankwürde bei dem derzeit anvisierten vorläufigen Ausgabepreis von 1500 Yen damit brutto rund 2,65 Billionen Yen einnehmen – umgerechnet rund 20,7 Milliarden Euro.

Der Börsengang der Mobilfunktochter gilt als einer der wichtigsten des Jahres. Früheren Angaben zufolge will der Konzern knapp 37 Prozent der Sparte an die Börse bringen. Derzeit sind Technologiewerte an den Börsen weltweit stark schwankungsanfällig, in den letzten drei Monaten verlor der US-Tech-Index NASDAQ 100 fast neun Prozent. Die Softbank-Aktie ging am Donnerstag in Tokio mit einem Minus von fast 5 Prozent aus dem Handel.

Am Montag will Softbank den endgültigen Ausgabepreis für die Aktien festlegen, am 19. Dezember soll der Handel an der Tokioter Börse starten. Eine starke Nachfrage von japanischen Privatanlegern und ausländischen Investoren hätte bereits am Mittwoch die Bücher gefüllt, hieß es bei Bloomberg. Softbank hatte in Japan eine Marketingkampagne zu dem Börsengang gestartet.

Der japanische Milliardär Masayoshi Son treibt mit der Abspaltung des Mobilfunkgeschäfts die Neuausrichtung seines Imperiums voran. Der als Mobilfunker groß gewordene Konzern agiert inzwischen vermehrt als Technologie-Investor. Der unternehmenseigene Vision Fund gilt als der weltweit größte Technologiefonds.

TOKIO (dpa-AFX)

Bildquellen: TORU YAMANAKA/AFP/Getty Images