FCL landet im regnerischen Lugano einen hohen Sieg

Krise beim FC Luzern? So weit kann man vielleicht vor der Partie in Lugano noch nicht gehen, und doch muss der FCL dringend Punkte holen. Nach der 2:5-Schlappe gegen den FCZ ist Lugano zumindest auf dem Papier der perfekte Aufbaugegener für den FC Luzern. In 13 Super-League-Duellen seit dem Aufstieg Luganos 2015 hat der FCL aus der Innerschweiz neun Mal gewonnen (zwei Unentschieden, zwei Siege für Lugano). Aber Achtung: Seit Fabio Celestini beim FC Lugano das Traineramt übernommen hat, geht es aufwärts. Nach drei Siegen in Serie verloren die Tessiner zuletzt nur unglücklich beim FC Basel (2:3). Lugano hat vor dem Spiel einen Punkt mehr als der FC Luzern auf dem Konto.

Es läuft die 37. Minute als FCL-Captain Christian Schneuwly von der linken Seite einen hohen Seitenwechsel zum 20-jährigen Ruben Vargas schlägt. Dieser nimmt den Ball gekonnt an, vernascht mit einem Haken Gegenspieler Edoardo Masciangelo und trifft mit einem schönen Schuss ins Tor von Luganos Keeper David Da Costa. Es ist die Einzelaktion des jungen Adligenswilers, die den Weg zum Sieg ebnet.

Durch den Sieg kann der FC Luzern wieder ein bisschen Ruhe einkehren lassen. Vor der Meisterschaftspause wegen Länderspielen ist dieser Sieg auch für die Moral wichtig. In der Tabelle überholt Luzern Lugano und steht somit neu auf dem sechsten Rang.

Auf dem vom Regen durchtränkten Rasen im Cornaredo tun sich die beiden Mannschaften sichtlich schwer. Besser starten jedoch die Tessiner. In der achten Minute dribbelt sich Mattia Bottani durchs Mittelfeld und lanciert mit einem Steilpass Carlinhos Junior. Der Brasilianer im Diensten Luganos vergibt jedoch die Chance. In der Folge plätschert die Partie mit zunehmendem Regen vor sich ihn, bevor sich der FCL aus der Innerschweiz ein bisschen mehr ins Spiel kämpfen kann. Mehere Halbchancen kommen zu Stande. Zum Torerfolg kommt man schliesslich durch eine Einzelaktion vom Jungtalent Ruben Vargas.

Kaum wurde das Spiel wieder angepfiffen, jubelte der FCL auch schon wieder. Christian Schneuwly hatte getroffen. Nach einem langen Ball verlängerte Tomi Juric den Ball auf Pascal Schürpf, der nimmt mit der Brust an und schiesst auf David Da Costa. Eigentlich sollte der eine sichere Beute für den ehemaligen Goalie des FC Zürich sein – ist er auf dem rutschigen Untergrund aber nicht. Den Abpraller verwertete Schneuwly zum so wichtigen 2:0 kurz nach der Pause. Das Spiel wird in der Folge animierter. Carlinhos trifft in der 49. den Pfosten. In der Folge behaltet das Heimteam die Oberhand, nach einem Ausflug von FCL-Goalie David Zibung trifft Lugano-Captain Sabbatini aber nur den Pfosten. Der direkte Gegenstoss führt aber zum 3:90 für den FCL: Wieder hatte Ruben Vargas getroffen, diesmal nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Blessing Eleke. Aber auch Lugano kann treffen: Nach 72 Minuten trifft Carlinhos zum 1:3-Anschlusstor, das aber in der Endabrechnung keine Rolle mehr spielt. Denn nur zwei Zeigerumdrehungen später trifft auch noch Luzerns Eleke zum hohen 4:1-Sieg.