Schweizer Synagogen erinnern mit Licht an die Reichspogromnacht

Da am Freitagabend der Schabbat beginnt, fanden die Gedenkanlässe bereits am Donnerstag statt. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz PLJS hätten dabei zusammen mit verschiedenen jüdischen Gemeinden eine stille Form des Gedenkens gewählt, teilten sie im Vorfeld mit.

So wurden die Synagogen in Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich bei Nacht speziell von aussen beleuchtet. Andere Synagogen und jüdische Betlokale liessen das Innere der Gebäude nachts mit Licht erstrahlen. Die Beleuchtungen wurden von Gedenkveranstaltungen begleitet.

Die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz wollte damit ein «stilles, aber weit herum sichtbares Zeichen» setzen und an «die schrecklichen Ereignisse von vor 80 Jahren erinnern». Es sollte ein Zeichen des Gedenkens, des Erinnerns, des «Nie wieders» und für eine Zukunft des vielfältigen jüdischen Lebens und Wirkens sein, wie es weiter heisst.

Die Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 markierte den Anfang der systematischen Vernichtung der Juden. «Die Gesellschaft ist es den Opfern und Überlebenden schuldig, zu gedenken, zu erinnern und nie zu vergessen, wohin der Hass von Menschen auf andere Menschen führen kann», wird SIG-Präsident Herbert Winter in der Mitteilung zitiert.